Klein aber fein war er, der Faschingsumzug in Wartenberg

17.02.2026
Verein
Feuerwehr und Henaheisl sorgen mit historischen Wagen für Nostalgie.

Ein schlechter Faschingsscherz zum Finale? Mitnichten. Auch wenn ein paar Wolken so dreinschauen, als wollten sie gleich selbst am Umzug teilnehmen, hält das Wetter brav die Klappe. Und so trauen sich doch einige hundert Schaulustige – manche bunt kostümiert, manche einfach nur neugierig – zum Bürgerhaus, wo der neue Lumpn‑ und Bazi‑Umzug startet und sich dann gemütlich Richtung Marktplatz schlängelt.

Letztes Jahr gab’s noch die Bettelhochzeit, heuer wollte einfach keine zusammengehen. Also hat Dance United gemeinsam mit Bürgermeister Pröbst kurzerhand Plan B ausgeheckt. „Ein Faschingstreiben ohne Umzug ist einfach blöd“, sagt der Rathauschef trocken. Und weil er recht hat, gibt’s heuer eben Lumpn, Bazis und ein bisserl mehr Programm, damit auch wirklich was los ist.

Angeführt wird der Gaudiwurm von der Feuerwehr – stilecht mit einem Anhänger aus den 1960ern, den ein Kamerad aus dem Privatmuseum gezaubert hat. Manche Teile seien sogar noch älter, erzählt Feuerwehrmann David Eder und grinst. „Wir haben gesagt: Wir machen auf jeden Fall einen Wagen, auch wenn die Bettelhochzeit nicht klappt.“ Gesagt, getan: Die Truppe kommt urig verkleidet daher, lässt mit dem Feuerlöscher ordentlich Rauch aufsteigen, verteilt Guatl an die Kinder – und wirft zwischendurch so viel Stroh unters Volk, dass man fast meinen könnte, der Frühling hätte heuer besonders haarig angefangen.